Welche Stromversorgung ist für unterwegs die richtige?
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Fujifilm
Kameras: Welche Stromversorgung ist für unterwegs die richtige?
Wer mit einer Fujifilm-Kamera unterwegs
fotografiert oder filmt, kennt das Thema: Ein Akku reicht oft nicht für einen
ganzen Reisetag, eine Hochzeit, eine längere Wanderung oder einen Video-Dreh.
Gleichzeitig ist die Stromversorgung bei Fujifilm nicht kompliziert, wenn man
einmal weiß, welchen Akku die eigene Kamera nutzt, ob sie USB-C-Laden
unterstützt und wann ein externes Ladegerät, eine Powerbank oder ein
Dummy-Akku sinnvoll ist.
Dieser Beitrag erklärt die wichtigsten Optionen
für die Praxis: Originalakkus, Drittanbieter-Akkus, USB-C-Laden, Powerbanks,
Doppel-Ladegeräte, Stromversorgung beim Filmen und sinnvolle Reise-Setups.
1. Der
wichtigste Unterschied: NP-W235 oder NP-W126S?
Bei aktuellen Fujifilm-Kameras gibt es im
Wesentlichen zwei relevante Akku-Familien:
|
Akku |
Typische
Kameras |
Charakter |
|
NP-W235 |
X-T5, X-T4,
X-H2, X-H2S, X-S20, viele GFX-Modelle |
größer,
ausdauernder, besser für Video und lange Tage |
|
NP-W126S |
X100VI,
X100V, X-T50, X-T30 II, X-S10, X-E4, X-Pro3 u. a. |
kompakter,
leichter, aber kürzere Laufzeit |
Der NP-W235 ist Fujifilms moderner,
größerer Akku mit 7,2 V und 2350 mAh Nennkapazität. Fujifilm gibt für ihn unter
anderem eine Betriebsspanne von 0 °C bis +40 °C an. Der NP-W126S ist
kleiner und wird weiterhin in vielen kompakten X-Kameras eingesetzt; Fujifilm
listet ihn offiziell für Modelle wie X100VI, X100V, X-T50, X-T30 II, X-S10,
X-E4 und viele ältere X-Modelle.
Die erste Regel lautet deshalb: Nicht zuerst
nach Ladegerät oder Powerbank suchen, sondern nach dem Akku-Typ der eigenen
Kamera. Davon hängt alles Weitere ab.
2. Wie lange
hält ein Fujifilm-Akku wirklich?
Die offiziellen CIPA-Angaben sind nützlich, aber
in der Praxis nur ein Richtwert. Je nach Sucherhelligkeit, Displaynutzung,
Bildstabilisierung, Autofokus, Temperatur, Serienbildern, Videoauflösung und
Bluetooth/WLAN kann die tatsächliche Laufzeit deutlich schwanken.
Ein paar Beispiele:
Die Fujifilm X-S20 nutzt den NP-W235 und
erreicht laut Fujifilm etwa 750 Bilder im Normal-Modus beziehungsweise 800
Bilder im Economy-Modus. Für Video nennt Fujifilm je nach Auflösung
beispielsweise ungefähr 80 bis 95 Minuten tatsächliche Aufnahmezeit.
Die Fujifilm X-H2S nutzt ebenfalls den
NP-W235, liegt aber aufgrund ihrer leistungsstarken Elektronik im Normal-Modus
bei etwa 580 Bildern und im Economy-Modus bei etwa 720 Bildern.
Die Fujifilm X100VI nutzt dagegen den
kleineren NP-W126S. Fujifilm gibt je nach Sucher- und Leistungsmodus ungefähr 270
bis 450 Aufnahmen an; mit optischem Sucher sind die Werte höher als mit EVF
oder Display.
Das zeigt gut: Eine X-S20 oder X-T5 mit NP-W235
ist unterwegs deutlich entspannter als eine X100VI, X-T50 oder X-T30 II mit
NP-W126S. Trotzdem kann auch ein NP-W235-Akku bei Video, Kälte oder langem
Displaybetrieb schneller leer sein als erwartet.
3. Option 1:
Mehrere Ersatzakkus – die einfachste Lösung
Für die meisten Fotografen ist die beste mobile
Stromversorgung immer noch: zwei bis vier geladene Akkus mitnehmen.
Das klingt unspektakulär, hat aber große
Vorteile. Man ist unabhängig von Steckdosen, muss keine Kabel an der Kamera
hängen haben, bleibt wetterfester unterwegs und kann schnell weiterarbeiten.
Besonders bei Street, Reise, Reportage, Familienfotografie oder Wanderungen ist
das oft die eleganteste Lösung.
Empfehlung für
Fotografie
Für Kameras mit NP-W235:
|
Einsatz |
Sinnvolle Akkumenge |
|
kurzer
Spaziergang |
1 Akku in
der Kamera |
|
Tagesausflug |
1 Akku in
der Kamera + 1 Ersatzakku |
|
Reise,
Hochzeit, Event |
1 Akku in
der Kamera + 2 bis 3 Ersatzakkus |
|
kalte
Umgebung |
mindestens 2
Ersatzakkus, körpernah tragen |
Für Kameras mit NP-W126S:
|
Einsatz |
Sinnvolle Akkumenge |
|
kurzer
Stadtbummel |
1 Akku in
der Kamera |
|
Tagesausflug |
1 Akku in
der Kamera + 2 Ersatzakkus |
|
Reise,
Street, X100-Serie |
1 Akku in
der Kamera + 2 bis 4 Ersatzakkus |
|
viel Video |
eher 3 bis 5
Akkus oder Powerbank-Setup |
Gerade bei X100V, X100VI, X-T30 II oder X-T50
lohnt es sich, lieber einen Akku mehr einzupacken. Die Akkus sind klein und
leicht, und der Stress eines leeren Akkus ist unterwegs größer als das
Zusatzgewicht.
4.
Originalakku oder Drittanbieter-Akku?
Originalakkus
Originalakkus von Fujifilm sind meistens teurer,
aber sie sind die sicherste Wahl. Sie kommunizieren zuverlässig mit der Kamera,
passen mechanisch exakt und sind auf das System abgestimmt. Wer beruflich
fotografiert, bei extremen Temperaturen arbeitet oder eine neue, teure Kamera
nutzt, sollte mindestens den Hauptbestand aus Originalakkus aufbauen.
Drittanbieter-Akkus
Drittanbieter-Akkus können praktisch und
günstiger sein. Einige bieten sogar USB-C-Laden direkt am Akku. Trotzdem sollte
man vorsichtig sein: Nicht jeder Akku liefert die gleiche Kapazität, manche
zeigen den Ladestand ungenauer an, und bei sehr billigen Akkus können Qualität
und Schutzschaltungen zweifelhaft sein.
Für Gelegenheitsnutzer können gute
Drittanbieter-Akkus eine sinnvolle Ergänzung sein. Für kritische Jobs würde ich
sie eher als Reserve und nicht als Hauptakku einsetzen.
Faustregel
Originalakku für wichtige Aufnahmen,
Drittanbieter-Akku als günstige Reserve.
Wer eine X-H2S, X-H2, X-T5 oder GFX-Kamera
beruflich nutzt, sollte nicht am Akku sparen. Wer mit einer X100VI durch die
Stadt läuft, kann mit hochwertigen Drittanbieter-Akkus flexibler werden, sollte
sie aber vor einer Reise gründlich testen.
5. Option 2:
USB-C-Laden direkt in der Kamera
Viele neuere Fujifilm-Kameras lassen sich per USB
laden. Fujifilm führt in seiner Akku-/Ladegerät-Kompatibilitätsliste
beispielsweise Modelle wie X-S20, X-S10, X-T50, X-T30 III, X-T30 II, X-M5,
X100VI und X100V mit USB-Lademöglichkeit über USB-C auf.
Bei der X100VI weist Fujifilm ausdrücklich darauf
hin, dass die Kamera über USB geladen werden kann, aber der Akku nicht lädt,
solange die Kamera eingeschaltet ist.
Das ist wichtig: USB-Laden ist nicht immer
dasselbe wie gleichzeitiger Betrieb über USB. Manche Kameras lassen sich
per USB laden, manche können während des Betriebs über USB mit Strom versorgt
werden, und manche trennen klar zwischen Ladebetrieb und Stromversorgung.
Wann
USB-C-Laden ideal ist
USB-C-Laden ist perfekt für:
- Reisen
mit leichtem Gepäck
- Laden im
Hotel
- Laden im
Auto
- Laden per
Powerbank in der Tasche
- Nachladen
beim Essen, im Zug oder im Flugzeug
- Minimal-Setups
ohne separates Ladegerät
Besonders praktisch ist das bei Kameras wie
X100VI, X-T50 oder X-S20, weil man oft dasselbe USB-C-Netzteil nutzen kann wie
für Smartphone, Tablet oder Laptop.
Wann
USB-C-Laden weniger ideal ist
Weniger ideal ist es, wenn man nur einen Akku
hat. Während der Akku in der Kamera lädt, kann man die Kamera meist nicht
sinnvoll weiterverwenden. Außerdem blockiert man die Kamera als Ladegerät. Wer
abends mehrere Akkus laden muss, kommt mit reinem In-Camera-Charging schnell an
Grenzen.
6. Option 3:
Externes Ladegerät – für Reisen fast Pflicht
Ein externes Ladegerät ist für unterwegs oft die
beste Ergänzung. Der größte Vorteil: Die Kamera bleibt einsatzbereit,
während ein zweiter Akku lädt.
Für den NP-W235 gibt es von Fujifilm das BC-W235
Doppel-Ladegerät. Es kann zwei NP-W235-Akkus gleichzeitig laden. Fujifilm
empfiehlt dafür ein USB-PD-Netzteil mit mindestens 27 W nach USB Power Delivery
Rev. 3.0/3.1 sowie ein geeignetes USB-C-Kabel. Im österreichischen
Fujifilm-Shop werden Ladezeiten von etwa 120 Minuten für einen Akku und etwa
240 Minuten für zwei Akkus angegeben.
Für Kameras mit NP-W126S ist das BC-W126S
die offizielle Ladegerät-Familie. Fujifilm listet dieses Ladegerät unter
anderem als kompatibel mit X-T50, X-T30 II, X100VI und X100V.
Warum ein
Doppel-Ladegerät unterwegs so hilfreich ist
Abends im Hotel oder in der Ferienwohnung hat man
oft nur begrenzt Zeit und Steckdosen. Ein Doppel-Ladegerät plus gutes
USB-C-Netzteil ist dann viel angenehmer als einzelne Akkus nacheinander in der
Kamera zu laden.
Mein bevorzugtes Reiseprinzip:
Kamera lädt nicht – Akkus laden extern.
So ist die Kamera jederzeit griffbereit, und das
Energiemanagement läuft separat.
7. Option 4:
Powerbank – sehr praktisch, aber richtig auswählen
Eine Powerbank ist für Fujifilm-Kameras unterwegs
extrem nützlich, besonders bei USB-C-fähigen Modellen. Sie eignet sich zum
Nachladen der Kamera, zum Laden externer Akkus über ein USB-Ladegerät oder als
Stromquelle für längere Videoaufnahmen.
Welche
Powerbank-Größe ist sinnvoll?
|
Powerbank |
Sinnvoll für |
|
5.000 mAh |
Notreserve,
Stadtbummel, X100-Serie |
|
10.000 mAh |
Tagesausflug,
Reise, 1–2 Kameraladungen plus Smartphone |
|
20.000 mAh |
Video,
Camping, mehrtägige Tour, zwei Geräte |
|
26.800 mAh /
27.000 mAh |
Flugreisetaugliche
Obergrenze vieler Airlines, längere Produktionen |
Für die meisten Fotografen ist eine 10.000-mAh-Powerbank
mit USB-C-PD der beste Kompromiss aus Gewicht und Nutzen. Wer viel filmt
oder mehrere Geräte lädt, nimmt besser 20.000 mAh.
Leistung:
Warum USB-C-PD wichtig ist
Bei neueren Fujifilm-Kameras lohnt sich eine
Powerbank mit USB Power Delivery. Fujifilm empfiehlt beim Laden in der
Kamera, am Beispiel der X-S20, ein USB-IF-zertifiziertes Netzteil und nennt USB
Power Delivery Rev. 3.0/3.1 mit mindestens 15 W; für das BC-W235
Doppel-Ladegerät empfiehlt Fujifilm mindestens 27 W.
Das bedeutet praktisch:
- Für
einfaches Nachladen: USB-C-PD mit 15 W oder mehr
- Für
Doppel-Ladegerät NP-W235: USB-C-PD mit 27 W oder mehr
- Für
Laptop, Kamera und Smartphone zusammen: 45 W bis 65 W sinnvoll
- Für
reines Smartphone-Zubehör ohne PD: eher vermeiden
Eine Powerbank ohne USB-C-PD kann funktionieren,
lädt aber oft langsamer oder unzuverlässiger.
8. Option 5:
USB-C-Akkus mit eingebautem Ladeanschluss
Einige Drittanbieter bieten NP-W235- oder
NP-W126S-kompatible Akkus mit eigenem USB-C-Anschluss am Akku an. Das kann
unterwegs sehr praktisch sein, weil man keinen separaten Ladeschacht braucht.
Beispiel: SmallRig bietet einen
NP-W235-kompatiblen Akku mit USB-C-Ladeanschluss an, der laut Hersteller über
Powerbank, Netzteil, Autolader oder andere USB-Quellen geladen werden kann. Für
NP-W126S-kompatible Akkus gibt es ebenfalls USB-C-Varianten; SmallRig nennt
dort etwa USB-C-Eingang mit 5 V/1 A.
Vorteile
- Kein
separates Ladegerät nötig
- Direkt
per USB-C-Kabel ladbar
- Gut für
Minimalisten
- Praktisch
als Reserveakku im Reisegepäck
Nachteile
- Kapazität
kann niedriger sein als beim Original
- Ladegeschwindigkeit
variiert
- Nicht
immer gleiche Zuverlässigkeit wie Originalakkus
- Zusätzliche
Elektronik im Akku
Solche Akkus sind besonders interessant für
Reisende mit kleinem Gepäck. Für professionelle Einsätze würde ich sie vorher
gründlich testen und nicht ausschließlich darauf setzen.
9. Option 6:
Dummy-Akku / DC-Coupler für lange Videoaufnahmen
Für lange Videoaufnahmen, Livestreams,
Interviews, Timelapses oder Studioarbeit ist ein Dummy-Akku oft die stabilste
Lösung. Dabei wird statt eines normalen Akkus ein Akku-Dummy in die Kamera
eingesetzt, der über ein Netzteil oder eine externe Stromquelle versorgt wird.
Sinnvoll für
- Interviews
- YouTube-Setups
- Livestreams
- Produktvideos
- Timelapse
über mehrere Stunden
- Repro-Fotografie
- Studioarbeit
Weniger
sinnvoll für
- Streetfotografie
- Wandern
- Regen
oder Staub
- schnelle
Reportage
- Situationen,
in denen Kabel stören
Wichtig ist hier: Der Dummy-Akku muss exakt zum
Akku-Typ passen, also NP-W235-Dummy für NP-W235-Kameras oder NP-W126S-Dummy für
NP-W126S-Kameras. Außerdem sollte das Netzteil stabil und ausreichend
dimensioniert sein. Billige No-Name-Dummys können riskant sein, wenn Spannung
oder Verarbeitung nicht sauber sind.
10.
Stromversorgung für Video: andere Regeln als bei Foto
Wer mit Fujifilm filmt, braucht deutlich mehr
Energie als beim Fotografieren. Höhere Auflösungen, höhere Bildraten, IBIS,
kontinuierlicher Autofokus, Displaybetrieb und Hitzeentwicklung belasten Akku
und Kamera.
Bei der X-S20 nennt Fujifilm mit NP-W235 zum
Beispiel ungefähr 85 Minuten tatsächliche Aufnahmezeit in 6.2K/29.97p und etwa
80 Minuten in 4K/59.94p. Bei der X-H2 gibt Fujifilm je nach Modus etwa 70
Minuten in 8K/29.97p und ungefähr 75 Minuten in 4K/59.94p als tatsächliche
Laufzeit an.
Für Video würde ich deshalb anders planen als für
Fotografie:
|
Video-Einsatz |
Empfehlung |
|
kurze Clips
auf Reisen |
2 Akkus
reichen oft |
|
Vlogging
über den Tag |
3 Akkus oder
Powerbank |
|
Interview |
Dummy-Akku
oder USB-C-Stromversorgung |
|
Eventfilm |
mehrere
Akkus + Powerbank + Ladegerät |
|
stationärer
Dreh |
Netzteil/Dummy-Akku
bevorzugt |
Bei Video ist es besonders wichtig, nicht nur an
Akkus, sondern auch an Hitze, Speicherplatz und Ladepausen zu denken.
11.
Stromversorgung auf Reisen: drei sinnvolle Setups
Setup 1:
Minimalistisch für Street und Alltag
Ideal für: X100VI, X100V, X-T50, X-E4, X-T30 II
Mitnehmen:
- Kamera
mit Akku
- 1–2
Ersatzakkus
- USB-C-Kabel
- kleines
USB-C-Netzteil
- kleine
5.000- oder 10.000-mAh-Powerbank
Das ist leicht, kompakt und reicht für die
meisten Stadt- und Reisetage. Bei der X100-Serie würde ich eher zwei
Ersatzakkus als nur einen einpacken.
Setup 2:
Reise-Setup für mehrere Tage
Ideal für: X-T5, X-S20, X-T50, X100VI, X-H2
Mitnehmen:
- Kamera
mit Akku
- 2–3
Ersatzakkus
- externes
Ladegerät
- 10.000-
oder 20.000-mAh-Powerbank
- USB-C-PD-Netzteil
mit 30 W oder mehr
- zwei gute
USB-C-Kabel
Das ist für die meisten Reisen die beste Balance.
Man kann tagsüber fotografieren, abends extern laden und im Notfall unterwegs
per Powerbank nachladen.
Setup 3:
Video- und Content-Creator-Setup
Ideal für: X-S20, X-H2, X-H2S, X-T5
Mitnehmen:
- Kamera
mit Akku
- 3–5 Akkus
- Doppel-Ladegerät
- 20.000-mAh-Powerbank
mit USB-C-PD
- 30-W- bis
65-W-USB-C-Netzteil
- langes
USB-C-Kabel
- optional
Dummy-Akku
- optional
Netzteil für stationäre Aufnahmen
Wer filmt, sollte Redundanz einplanen. Ein Akku
in der Kamera, einer im Ladegerät, einer in der Tasche und eine Powerbank als
Reserve sind ein guter Start.
12. Laden im
Auto, Zug, Flugzeug und Hotel
Im Auto
Ein USB-C-PD-Autoladegerät ist sehr praktisch. Es
sollte mindestens 30 W liefern, besser 45 W, wenn parallel Smartphone oder
Ladegerät versorgt werden sollen. Billige 5-V-USB-A-Adapter sind oft zu
langsam.
Im Zug
Eine Powerbank ist zuverlässiger als die
Steckdose im Zug. Gerade bei langen Fahrten lohnt sich ein externes Ladegerät,
das per USB-C von der Powerbank gespeist wird.
Im Flugzeug
Powerbanks gehören in der Regel ins Handgepäck,
nicht in den aufgegebenen Koffer. Die Kapazität sollte unter den üblichen
Airline-Grenzen bleiben. Viele Reisende wählen deshalb Powerbanks um 20.000 mAh
oder knapp darunter. Vor internationalen Flügen sollte man die konkrete
Airline-Regel prüfen.
Im Hotel
Ein Mehrfach-USB-C-Netzteil ist Gold wert.
Idealerweise lädt es Kamera-Akkus, Smartphone und eventuell Laptop
gleichzeitig. Wer viele Akkus lädt, sollte ein Ladegerät mit mehreren Ports und
ausreichend Gesamtleistung verwenden.
13. Kälte:
Akkus richtig behandeln
Lithium-Ionen-Akkus verlieren bei Kälte spürbar
an Leistung. Das betrifft Fujifilm genauso wie andere Kamerasysteme. Bei
Winterreisen, Bergtouren oder Nachtfotografie sollte man Akkus möglichst
körpernah tragen.
Praktische
Tipps
- Ersatzakkus
in die Innentasche der Jacke stecken
- kalte
Akkus nicht sofort abschreiben – aufgewärmt liefern sie oft wieder
Leistung
- Akkuwechsel
zügig durchführen
- Powerbank
ebenfalls warm halten
- bei Frost
lieber einen Akku mehr mitnehmen
Für längere Wintertouren ist ein NP-W235-System
angenehmer als ein NP-W126S-System, weil die Kapazitätsreserve größer ist.
14. Kabel: oft
unterschätzt
Viele Ladeprobleme entstehen nicht durch Akku
oder Kamera, sondern durch schlechte Kabel. Ein USB-C-Kabel ist nicht
automatisch für hohe Ladeleistung geeignet. Für Fujifilm-Kameras und Ladegeräte
sollte man hochwertige USB-C-Kabel verwenden, idealerweise USB-IF-zertifiziert.
Fujifilm weist beim BC-W235 ausdrücklich darauf hin, ein mitgeliefertes oder
USB-IF-zertifiziertes USB-C-Kabel zu verwenden.
Meine
Empfehlung
- Ein
kurzes USB-C-Kabel für Powerbank unterwegs
- Ein
längeres USB-C-Kabel für Hotel, Zug oder Video-Setup
- Ein
Ersatzkabel im Technikbeutel
- Keine
unbekannten Billigkabel für Kamera-Stromversorgung
Ein gutes Kabel wiegt fast nichts, kann aber den
Unterschied machen.
15. Konkrete
Empfehlungen nach Kamera-Typ
Fujifilm X-T5,
X-T4, X-H2, X-H2S
Diese Kameras nutzen den NP-W235. Für Fotografie
reichen meistens zwei bis drei Akkus. Für Video sollten es eher drei bis fünf
sein, plus Powerbank oder Dummy-Akku. Das BC-W235 Doppel-Ladegerät ist hier
sehr sinnvoll.
Empfohlenes Setup:
2–3 NP-W235-Akkus, BC-W235, 30-W-USB-C-PD-Netzteil, 10.000- oder
20.000-mAh-Powerbank.
Fujifilm X-S20
Die X-S20 ist besonders interessant, weil sie
trotz kompaktem Gehäuse den großen NP-W235 nutzt. Fujifilm bewirbt sie unter
anderem mit etwa 800 Bildern pro Ladung im Economy-Modus. Für Reisen ist sie
deshalb sehr angenehm.
Empfohlenes Setup:
1 Akku in der Kamera, 1–2 Ersatzakkus, USB-C-PD-Powerbank, bei Video zusätzlich
Doppel-Ladegerät.
Fujifilm
X100VI und X100V
Diese Kameras sind kompakt, nutzen aber den
kleineren NP-W126S. Die X100VI kann per USB-C geladen werden, lädt den Akku
laut Fujifilm aber nicht, während die Kamera eingeschaltet ist.
Empfohlenes Setup:
2–3 NP-W126S-Ersatzakkus, kleines USB-C-Ladegerät oder USB-C-Akku-Varianten,
5.000- bis 10.000-mAh-Powerbank.
Fujifilm
X-T50, X-T30 II, X-E4, X-S10
Diese Kameras verwenden den NP-W126S. Sie sind
leicht und kompakt, aber bei längeren Tagen sollte man nicht mit nur einem Akku
losziehen. Fujifilm listet die X-T50 offiziell mit NP-W126S und USB-Kabel im
Lieferumfang.
Empfohlenes Setup:
Mindestens 2 Ersatzakkus, externes Ladegerät, USB-C-Kabel, kleine Powerbank.
16. Was ich
nicht empfehlen würde
Nur einen Akku
mitnehmen
Das ist höchstens für kurze Spaziergänge
sinnvoll. Auf Reisen ist ein einzelner Akku ein unnötiges Risiko.
Nur in der
Kamera laden
Das funktioniert, ist aber unpraktisch, sobald
man mehrere Akkus hat oder die Kamera währenddessen benutzen möchte.
Billigste
No-Name-Akkus
Akkus sind sicherheitsrelevante Teile. Sehr
billige Akkus können ungenaue Ladestandsanzeigen, geringere Kapazität oder
fragwürdige Schutzschaltungen haben.
Eine Powerbank
ohne USB-C-PD kaufen
Für moderne Kamera-Setups ist USB-C-PD deutlich
flexibler und zukunftssicherer.
Zu wenige
Kabel mitnehmen
Ein defektes oder zu schwaches Kabel kann
unterwegs das gesamte Ladesystem ausbremsen.
17. Meine
persönliche Kurzempfehlung
Für die meisten Fujifilm-Fotografen ist dieses
Setup ideal:
Bei NP-W235-Kameras:
Drei Akkus insgesamt, ein BC-W235 Doppel-Ladegerät, ein 30-W-USB-C-PD-Netzteil
und eine 10.000- bis 20.000-mAh-Powerbank.
Bei NP-W126S-Kameras:
Drei bis vier Akkus insgesamt, ein kleines externes Ladegerät, ein
USB-C-Netzteil und eine 10.000-mAh-Powerbank.
Für Video:
Mehr Akkus, ein stärkeres USB-C-PD-Netzteil, eine 20.000-mAh-Powerbank und bei
stationären Aufnahmen ein sauberer Dummy-Akku oder eine zuverlässige externe
Stromversorgung.
Fazit: Die
beste Stromversorgung ist ein System, kein einzelner Akku
Unterwegs geht es nicht nur darum, „mehr Akku“ zu
haben. Es geht darum, ein zuverlässiges System aufzubauen: passende
Ersatzakkus, ein gutes Ladegerät, eine Powerbank mit USB-C-PD, hochwertige
Kabel und ein Setup, das zur eigenen Kamera passt.
Wer mit einer Fujifilm X-T5, X-S20, X-H2 oder
X-H2S unterwegs ist, profitiert stark vom größeren NP-W235. Wer mit einer
X100VI, X-T50 oder X-T30 II reist, sollte wegen des kleineren NP-W126S lieber
einen Akku mehr einpacken. Für reine Fotografie reichen Ersatzakkus meistens
aus. Für Video, Timelapse und längere Produktionen wird eine Powerbank oder ein
Dummy-Akku schnell zur Pflicht.
Die beste Lösung für unterwegs ist deshalb
meistens nicht entweder Akku oder Powerbank, sondern eine Kombination:
Akkus für Flexibilität, Ladegerät für Effizienz,
Powerbank für Sicherheit.
Externe Links
PICTRS : https://www.pictrs.com/morisot-art?l=de
Fujifilm-Blog : https://fujifilm-kameras.blogspot.com
Morisot-Art : https://www.morisot-art.com
YouTube: https://www.youtube.com/@FujifilmBlog/posts
Pinterest : https://pin.it/4V8SPfzEY
Instagram : https://www.instagram.com/magistermagus7/
Flickr: https://www.flickr.com/photos/199097855@N04/
500px: https://500px.com/manager?view=photos&filter=public
Friendica: https://friendica.de/profile/morisot1110
Pixelfed : https://pixelfed.de/MorisotArt
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